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Fortbildung für ReligionslehrerInnen

Aus dem Fortbildungsprogramm Religionsunterricht

Erzbistum Bamberg

 

„Das Spiel des Lebens“

Leib, Seele und Religionsunterricht miteinander in Beziehung bringen

Wenn biblische Texte im Bibliodrama lebendig werden

In einem Religionsunterricht der auf der Höhe der Zeit und der religionspädagogischen Diskussionen angesiedelt ist, soll die Lebenswirklichkeit und –erfahrung unserer Schüler und Schülerinnen aufgreifen und mit der „Frohen Botschaft“ lebensmehrend in Verbindung gesetzt werden. Welche Möglichkeiten können dazu heute und im Blick auf die unterrichtliche Realität gefunden und umgesetzt werden?

Einer der Lösungsansätze, die diskutiert und angeboten werden, ist die Arbeit mit Elementen des Bibliodrama. Es setzt Texte spielerisch und spontan mit dem Leben unserer Schülerinnen und Schüler in Beziehung, so dass sie selbst entdecken können, was Ihr Leben mit den heiligen und heilsamen Erfahrungen der biblischen Texte verbindet. Die bibliodramatische Methode will die Texte der Heiligen Schrift nicht in erster Linie historisch-kritisch betrachten. Das Bibliodrama erschließt vielmehr deren Bedeutung durch einfühlende Übungen, durch eine gestalterische und lebendige Transformierung der heiligen Geschichten in das Hier und Jetzt im Heute der Teilnehmer/innen. Der biblische Text wird durch das Handeln so buchstäblich ver -gegenwärtigt und erhält eine ganz neue, lebenswirkliche Aktualität für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus kommen auch andere Formen und Methoden zur Anwendung. Im Bibliodrama wird das Wort, werden aber auch wir selbst lebendig.

Im ersten Teil dieser Fortbildung (Fr, Sa) laden wir Sie zu einer Selbsterfahrung mit der Methode Bibliodrama ein. Wir laden Sie ein, sich Zeit zum Denken, Zeit zum Fühlen, Zeit für Gott und Zeit für sich selbst zu nehmen.

„Da berühren sich Himmel und Erde…“Wo streift Gott mein Leben?

In unserem Alltag geht uns oft die Wahrnehmung für die Berührung unseres Lebens mit Gott verloren.

An diesen Tagen wollen wir uns mit biblischen Texten und unseren Erinnerungen, Wünschen und Sehnsüchten wieder auf die Suche nach diesen existenziellen Begegnungen machen.

Eine Expedition in mein Leben, zu meinen Orten der Spiritualität, des Glaubens und der Gottes-Erfahrungen,

damit wir so wieder mehr zu uns und zu Gott finden können.

Im zweiten Teil (So) erfahren Sie theoretische Grundlagen zu Bibliodrama im RU und erleben praktische Übungen für den Unterricht.

Leitung/ Referenten: Roland Zitzmann, Diplom-Religionspädagoge, Religionslehrer i.K.,    Biblio- und Psychodramaleiter

   Andreas Mauser, Diplom-Theologe, Pastoralreferent (Klinikseelsorge),    Biblio- und Psychodramaleiter

 

Zielgruppe: RL, GR, PR, Geistliche

Referent: Roland Zitzmann & Andreas Mauser

 

 

“Das goldene Kalb” am Dutzendteich

Das Nürnberger Reichsparteitagsgelände und der Nationalsozialismus als politische Religion

Eine Geländebegehung und Impulse für den RU

Der Apostel Paulus schrieb an die Christengemeinde von Galatien (Ga 4,8-9):

„Einst, als ihr Gott noch nicht kanntet, ward ihr Sklaven der Götter, die in

Wirklichkeit keine sind. Wie aber könnt ihr jetzt, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr von Gott erkannt worden seid, wieder zu den schwachen und armseligen Elementarmächten zurückkehren? Warum wollt ihr von neuen ihre Sklaven werden?“

Trotz einer fast 2000jährigen Warnung wurde aus der „Stadt Nürnberg“   im III. Reich „Die Stadt der Reichsparteitage Nürnberg“. Nürnberg sollte „für alle Zeiten“ der Veranstaltungsort der NSDAP -Parteitage sein.

Frühe Reichsparteitage fanden hier statt, Methoden der Verführung und Beeinflussung, sinnlose Endkämpfe - Dieses Gelände ist ein Symbol des NS, Anfang und Ende, Gewalt und Weltherrschaftsziel...

Dieser Platz, diese Gebäude haben eine Ausstrahlung, eine Botschaft, bis heute. Diese Botschaft muss gebrochen werden, gebrochen werden mit Wissen und Erkenntnis, welche Bedeutung dieses Gelände hatte: Ein Areal zur „Ver-Gottung“ Adolf Hitlers und zur Vorbereitung der Massen auf eine neue religiöse Realität, auf die politische Religion des NS.

Diese Bauwerke sind Altäre einer gottlosen Frömmigkeit, dieses Areal ist ein Symbol des Weltherrschaftsanspruches der NS.

Zielgruppe: RL, GR, PR, Geistliche

Referent: Roland Zitzmann

 

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